Leserbrief von Sirino M. Clausen, Präsident JF Wallis, vom 9. September 2025

Der Kanton liess im Auftrag des Grossen Rates eine Analyse erstellen: Mindestens 267 Stellen sind «nicht optimal» eingesetzt – wohl eher eine tiefe Schätzung. Und trotzdem sieht das Budget 2026 fast 100 neue Staatsstellen vor. Das grosse Effizienzprogramm? Verstaubt in der Schublade, während der Staatsapparat weiter aufgeblasen wird – als ob Geld unendlich vorhanden wäre.

Das tiefrote Budget 2026 wird mit Fonds und Reserven geschönt und als «verantwortungsvolle Finanzpolitik» verkauft. In Wahrheit ist es ein Etikettenschwindel. Kein Wunder, dass das Wallis im Wirtschafts- und Freiheitsranking wiederum auf den hintersten Plätzen landet. Wer Strukturen aufbläht und Kosten in die Höhe treibt, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit – jeder versickerte Franken fehlt Menschen und Unternehmen im Portemonnaie.

Die Regierung kümmert das offenbar nicht. Umso mehr liegt es am Grossen Rat: Strukturen verschlanken, Ausgaben senken – und endlich den Weg frei machen für mehr Freiheit. Wenn nötig, mit der Kettensäge.