Medienmitteilung der Jungfreisinnigen Oberwallis vom 9. Juli 2025
Medienmitteilung der Jungfreisinnigen Oberwallis vom 9. Juli 2025
Statt sich den echten Problemen unseres Bildungssystems zu stellen, verteilt Bildungsminister Christophe Darbellay lieber Seitenhiebe in Richtung des FDP-Präsidenten Burkart. Wer sich dermassen an der Wortwahl eines politischen Gegners aufhängt, zeigt wenig Substanz und noch weniger Bereitschaft, sich mit berechtigter Kritik auseinanderzusetzen.
Dabei wäre es dringend nötig. Die integrative Schule mag gut gemeint sein, funktioniert aber in der Praxis vielfach nicht. Wenn leistungsstarke Schülerinnen und Schüler unterfordert werden und der Unterricht stockt, weil einzelne Kinder nicht die nötige Unterstützung erhalten, wird das Leistungsprinzip ausgehöhlt – und genau dieses Prinzip ist zentral für Chancengerechtigkeit in einer liberalen Gesellschaft. Chancengleichheit bedeutet nicht, alle gleich zu behandeln, sondern jedem Kind die Förderung zu geben, die es braucht – auch wenn das bedeutet, dass man manchmal separate Wege gehen muss.
Das Festhalten an einem ineffizienten System aus ideologischer Sturheit schadet vor allem den Schulkindern. Warum Förderklassen plötzlich viel teurer sein sollen als das heutige Modell, bleibt Darbellay schuldig. Unsere Schulen brauchen endlich wieder den Fokus auf Leistung, Eigenverantwortung und individuelle Förderung – und nicht die Illusion, ein Einheitsmodell passe für alle.
Darbellay sollte sich dieser Realität stellen, statt mit Ablenkungsmanövern und pauschalen Handyverboten zu punkten. Ein Handyverbot ist einfacher durchzusetzen als echte Reformen – aber genau diese bräuchte es jetzt. Die Schule ist kein Ort für politische Selbstdarstellung. Sie muss wieder ein Ort des Lernens und Leistens werden.
Wir danken Thierry Burkart für sein grosses Engagement. Dank ihm hat der Freisinn klarere Positionen und ein schärferes Profil erhalten.
