Medienmitteilung der Jungfreisinnigen Oberwallis vom 9. September 2025
Nach einer längeren Verschnaufpause stehen am 28. September wieder nationale Vorlagen zur Abstimmung. Nach Jahren in den Politmühlen Berns hat das Volk endlich die Chance, den ungerechten Eigenmietwert ein für alle Mal abzuschaffen. Vor über hundert Jahren in einer Krisensituation eingeführt, ist er heute ein absoluter Schweizer Sonderfall: Eigenheimbesitzer zahlen eine Steuer auf ein fiktives Einkommen – also auf das Geld, das sie verdienen könnten, wenn sie ihre selbst bewohnte Wohnung oder ihr Haus vermieten würden.
Dieses System ist höchst unfair und trifft besonders junge Familien und Rentner, die ohnehin schon stark unter Druck stehen. Gleichzeitig schafft es Fehlanreize, indem es eine höhere Verschuldung steuerlich begünstigt. Wer Schulden macht, wird belohnt – wer Eigenverantwortung übernimmt und spart, wird bestraft. Das ist weder gerecht noch zeitgemäss und passt nicht zu einer modernen, freiheitlichen Schweiz.
Nathan Näpfli, Präsident JF Oberwallis: „Bei dieser Vorlage handelt es sich um einen gutschweizerischen, ausgewogenen Kompromiss. Und wegen der vielfach ins Feld geführten, allfälligen und höchst umstrittenen kantonalen Steuerausfälle müssen wir uns keine Sorgen machen – kann der Staat Wallis doch angesichts der hervorragenden Finanzlage gerade 100 neue Stellen schaffen.“
Die Jungfreisinnigen Oberwallis befürworten zudem die Einführung einer staatlichen E-ID. Sie ist sicher, effizient, freiwillig und erleichtert den Alltag, vereinfacht Abläufe und fördert innovative Dienstleistungen. Gleichzeitig schützt sie die Privatsphäre, indem stets nur die absolut notwendigen Daten angezeigt werden. Bürger, Unternehmen und Verwaltung profitieren von einer einheitlichen, staatlich getragenen Lösung – ein solides Fundament für die digitale Zukunft der Schweiz.
