Medienmitteilung der Jungfreisinnigen Oberwallis vom 24. Juli 2025

Pomona-Journalist Pfammatter prangerte jüngst die antiliberale Haltung einiger prominenter Walliser Freisinniger gegenüber Cannabis an – zu Recht. Während halb Europa über Liberalisierung oder gar Legalisierung diskutiert, verfällt das Wallis in alte Denkmuster und träumt von der Repression der 1980er-Jahre. Statt sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und liberalen Werten zu orientieren, setzt man auf Abschreckung, Kontrolle und Misstrauen gegenüber der eigenen Bevölkerung. Noch immer werden Menschen mit kleinen Mengen für den Eigengebrauch wie Schwerverbrecher behandelt – durchsucht, verfolgt, kriminalisiert. In der Vergangenheit kreisten sogar Armeehelikopter über dem Kanton, um aus der Luft nach Hanfpflanzen zu fahnden. Solche Methoden sind unverhältnismässig und Ausdruck eines Staates, der seinen Bürgern grundlegend misstraut. 

Für uns Jungfreisinnige ist klar: Wer solche Politik betreibt, sollte seinen liberalen Kompass neu justieren. Die FDP Wallis sollte mit gutem Beispiel vorangehen, sich konsequent liberalen Werten verschreiben und die Anliegen der jungen Generation ernst nehmen, statt sich bei der konservativen Rentnerlobby anzubiedern. Anstatt sich vor einer imaginären «Haschischwelle» zu fürchten, sollte sich die Politik realen Problemen wie der Drogenbanden- und Jugendkriminalität in Siders widmen. 

Geringe Cannabismengen gefährden niemanden – das zeigen Studien. Repression verhindert weder Konsum noch Missbrauch, und auch der medizinische Nutzen von THC wird unterschätzt. Nur eine regulierte Legalisierung ermöglicht echten Jugendschutz, Qualitätssicherung und mehr Sicherheit. Schluss mit der erzkonservativen Stillstandspolitik: Das Wallis braucht keine Bevormundung, sondern mehr Freiheit, Eigenverantwortung und Vertrauen in die Mündigkeit seiner Bürger.