Leserbrief von Nathan Näpfli, Präsident JF Oberwallis, vom 27. Dezember 2024

Das vergangene Abstimmungsjahr zeigt: Der politischen Linken ist die Zukunft der Schweiz egal. Ideologie steht über allem – über Schulden, Konsequenzen und dem Schaden, den sie mutwillig anrichtet. Der AHV-Ausbau wurde bewusst auf Kosten der jungen Generation durchgedrückt. Die Rechnung zahlen wir alle mit einer Mehrwertsteuer, die bald auf 9 % oder mehr steigt. Besonders hart trifft das junge Familien mit knappem Budget – jene, für die Linke und Gewerkschaften angeblich kämpfen.

Fortschritte in der beruflichen Vorsorge oder Mobilität? Blockiert. Reformen gegen steigende Krankenkassenprämien? Bekämpft. Rot-grün hat längst aufgehört, für die breite Bevölkerung einzustehen und verfolgt eigennützige Pläne, die unser System zerstören – alles im Namen ihres «Kampfs gegen den Kapitalismus». Höhepunkt der Heuchelei war der Kampf um das kantonale Klimagesetz. Dasselbe linke Lager, dem die Schulden von morgen egal sind, forderte ein Ja – angeblich für kommende Generationen. Ob die Umsetzung realistisch ist, was sie kostet und bringt? Egal. Hauptsache, man schwingt die Moralkeule.

Nun droht im Februar die nächste Herausforderung: Die Jungen Grünen wollen uns mit ihrer Umweltverantwortungsinitiative in die Steinzeit zurückkatapultieren. Konsumverzicht mag in grünen Kreisen romantisch wirken. Doch wenn Heizöl, Strom oder warmes Wasser rationiert werden, hört die Romantik auf. Als 26-Jähriger liegt mir unsere Zukunft am Herzen. Doch Luftschlössern nachzujagen, hat noch nie etwas gebracht.