Leserbrief von Lionel Eyholzer, Sekretär JF Oberwallis, vom 3. April 2026
Leserbrief von Lionel Eyholzer, Sekretär JF Oberwallis, vom 3. April 2026
In seiner Kolumne «Weniger rechtes Blabla, mehr intelligenter Sozialstaat» traf Alt Nationalrat und SP-Parteipräsident Peter Bodenmann den Nagel auf den Kopf – nur leider den falschen. Gleich mehrere ökonomische Meisterleistungen: Die SNB verwalte einen Staatsfonds, die 13. AHV sei kein Problem und weitere Weisheiten, die selbst im Good Night Inn für Gelächter sorgen dürften.
Wer die SNB mit einem Staatsfonds verwechselt, schiesst sich bereits im zweiten Abschnitt ins Abseits. Die SNB betreibt Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung, keinen Vermögensaufbau – sie ist keine Sparkasse des Volkes. Ein derartiger Vergleich ist keiner erwachsenen Person würdig, geschweige denn eines ehemaligen Nationalrats. Die Behauptung, die 13. AHV habe kein finanzielles Problem, grenzt an ökonomischen Analphabetismus. Die 50 Milliarden «Vermögen» sind keine Kapitaldeckung, sondern eine Liquiditätsreserve – und die schmilzt schneller als Bodenmanns Argumente. Wer mit dem roten Bulldozer durch die erste Säule fährt, hinterlässt von der Altersvorsorge nur eine Ruine.
Besonders entlarvend: Bodenmann fordert einen «intelligenteren Sozialstaat», liefert aber nur alte Rezepte – mehr Staat, mehr Umverteilung. Wer Eigenverantwortung durch Staatsabhängigkeit ersetzt, schafft keinen intelligenten Sozialstaat, sondern einen teuren Verwaltungsapparat.
Am Ende bleibt: Viel linkes Blabla, null Sachverstand. Wer solche Trivialitäten nicht begreift, sollte sich besser nicht über «rechtes Blabla» echauffieren.
